Blutschwämmchen und was Sie darüber wissen sollten

Was man über Blutschwämmchen wissen sollte

Das Blutschwämmchen (Hämangiom) ist eine schwammartige Hautveränderung roter oder blauer Färbung. Sie kann überall dort auftreten, wo Blutgefäße verlaufen, sich neu bilden oder „wuchern“. Neben Blutschwämmchen an Knochen und Haut kann es daher auch zu Hämangiomen an Leber, Gehirn oder anderen inneren Organen kommen. Die Hälfte aller Hämangiome befindet sich jedoch im Bereich von Kopf und Hals.

Welche Altersgruppen sind betroffen?

Meist entstehen Blutschwämmchen im ersten Lebensmonat neugeborener Kinder. Häufig bilden sich die Wucherungen jedoch im Kleinkindalter von selbst wieder zurück. Nur selten sind ältere Kinder von Hämangiomen oder deren Neubildung betroffen.

Neben Blutschwämmchen bei Babys gibt es eine weitere Häufung der knötchenartigen Hautveränderung auch bei Erwachsenen. Da sich diese vermehrt ab dem 40. Lebensjahr zeigt, wird sie als Altersblutschwämmchen bezeichnet. Altersblutschwämmchen sind keine Seltenheit. Oft zeigen sich die Hautveränderungen im Rückenbereich. Frauen sind grundsätzlich häufiger von der Erscheinung betroffen als Männer.

Worauf ist bei Blutschwämmchen zu achten?

Blutschwämmchen sind gutartige Tumore. Sie führen nur selten zu ernsten Komplikationen. Zum medizinischen Problem werden sie nur dann, wenn:

  • sie unkontrolliert wachsen
  • sie gehäuft auftreten – in diesem Fall spricht man von einer Hämangiomatose
  • sie verletzt oder aufgekratzt werden. Aufgrund ihrer direkten Verbindung zu entsprechenden Blutgefäßen kommt es zu schwer stillbaren Blutungen und einem erhöhten Infektionsrisiko. Der Gang zum Arzt ist in diesem Fall dringend erforderlich. Jedes Aufkratzen oder Anstechen der Hautknötchen ist unbedingt zu vermeiden.

Hämangiome entfernen lassen

Kleine Veränderungen, die keine Beschwerden verursachen, müssen nicht unbedingt behandelt werden. Anders ist das bei:

  • großen Hämangiomen
  • bei Hautveränderungen, die schnell wachsen
  • bei Blutschwämmchen, die sich an problematischen Körperstellen befinden – beispielsweise im Gesicht, am Auge, an den Genitalien, im Gelenkbereich oder an Händen und Füßen.

Blutschwämmchen können mit verschiedenen Methoden behandelt werden, beispielsweise:

  • operativ
  • medikamentös
  • durch Verschweißen der Äderchen mittels Hochfrequenzstrom (Elektrokoagulation)
  • durch Kälteanwendung (Kryotherapie)

Häufigste und schonendste Methode ist jedoch der Laser. Die Lichtimpulse der Behandlung fühlen sich wie kleine Nadelstiche an. Kurz nach dem Lasern kann es zu Schwellungen kommen. Brennen und Jucken, ähnlich wie beim leichten Sonnenbrand, sind als Nebenwirkungen ebenfalls bekannt. Die Hautirritationen bilden sich jedoch nach 14 Tagen wieder zurück. Der Abbau des zerstörten Gewebes dauert vier bis sechs Wochen.

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