Behandlung von Blutschwämmchen

Ein Blutschwämmchen ist eine gutartige Geschwulst, die durch eine Erweiterung der Blutgefäße entsteht. Die medizinische Bezeichnung dafür ist Hämangiom. Blutschwämmchen sind immer gutartig, meistens sind sie ungefährlich und schmerzlos. Allerdings können sie ästhetisch störend sein, denn oftmals sind Gesicht oder Hals betroffen.

Die verschiedenen Formen der Blutschwämmchen

Viele Neugeborene haben Blutschwämmchen, die meisten jedoch schrumpfen und verschwinden nach einigen Jahren. Sie wachsen etwa 18 Monate lang und bilden sich dann langsam zurück. Das dauert unterschiedlich lange, mitunter 3 – 10 Jahre. Manche Blutschwämmchen sind unauffällig, andere sind groß und entstellend. Nach dem Verschwinden bleibt oft eine Narbe zurück. Es gibt verschiedene Formen, bei Säuglingen unterscheidet man vor allem zwei Arten:

1. die kapilläre (oberflächliche) Form

  • sehr kleine Blutgefäße sind betroffen, das Hämangiom sieht erdbeerartig aus
  • es bildet sich meist selbst zurück

2. die kavernöse (tiefe) Form

  • wird unterteilt in kutanes und subkutanes Hämangiom
  • das kutane Hämagiom ist ein rötlicher weicher Hautknoten, der sich von allein zurückbildet
  • das subkutane Hämangiom ist flach und schimmert bläulich, es verschwindet selten von allein

Verschiedene Behandlungsmethoden

Da die meisten Blutschwämmchen harmlos sind, müssen sie nicht unbedingt entfernt werden. Gerade bei kleinen Kindern sollten die Eltern abwarten, ob das Hämangiom von allein verschwindet. Gefährlich sind sie, wenn sie sich innerhalb des Körpers befinden,denn dort können sie lebenswichtige Organe behindern. In einem solchen Fall müssen sie sofort entfernt werden. Wer sich zu einer Behandlung entschließt, muss zuerst zu einer genauen Diagnosestellung. Dazu wird das Hämangiom per Ultraschall untersucht. Die meisten Blutschwämmchen werden mit der Lasertherapie entfernt. Bei diesem medizinischen Verfahren werden die Blutgefäße durch einen Lichtstrahl zerstört. Oft bleiben feine Narben zurück, außerdem ist die Hautstelle sehr lichtempfindlich. Eine weitere verbreitete Methode ist die Entfernung mit Elektroagulation, dabei wird die betroffenen Stelle mit Hochfrequenzstrom erhitzt, die Äderchen werden verschweißt. Auch hierbei kann es zu einer Narbenbildung kommen. Eine weitere Methode ist die Vereisung (Kryotherapie), die wirkungsvoll, aber leider auch recht schmerzhaft und narbenbildend ist. Bei sehr großen kapillären Hämangiomen erfolgt die Entfernung mit Hilfe von Medikamenten. Je nach Größe und Tiefe des Blutschwämmchens können bei jeder Behandlungsmethode mehrere Sitzungen erforderlich sein.

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