Was ist ein Hämangiom?

Unter einem Hämangiom oder auch Blutschwamm wie Erdbeerfleck wird ein embryonaler Tumor bezeichnet, welcher eine sekundäre Abbildung von Gefäßlumen aufweist. Die Hämangiome sind bei der Geburt des Neugeborenen sehr klein, können aber durchwegs größer werden, wobei die Vergrößerung nur bei 10 Prozent aller Betroffenen eintrifft.

Entstehung und Häufigkeit

Etwa 4 Prozent aller Säuglinge leiden unter einem Hämangiom.

Etwa 4 Prozent aller Säuglinge leiden unter einem Hämangiom.

Etwa 4 Prozent aller Säuglinge leiden unter einem Hämangiom. Somit gilt das Hämangiom als häufigster gutartiger Tumor im Kindesalter, wobei diese bei Mädchen durchwegs häufiger auftreten als bei Buben. Die Tumorerkrankung kann am ganzen Körper wie auch bei den Organen auftreten, wobei etwa 60 Prozent aller Betroffenen das Hämangiom am Kopf oder Hals haben. Die Tumore sind in der Regel angeboren und bilden sich in der Regel zurück, wobei etwa 10 Prozent aller Betroffenen von einer Vergrößerung berichten konnten. Weshalb das Hämangiom auftritt, ist bislang nicht bekannt.

Die unterschiedlichen Arten

Das kapilläre Hämangiom ist die häufigste auftretende Form. Es tritt schnell nach der Geburt auf und wächst in den ersten Lebensmonaten, wobei bis zum siebten Lebensjahr das Blutschwämmchen bei 70 Prozent aller Betroffenen verschwunden ist. Sofern das Blutschwämmchen unkompliziert ist, wird keine Therapie wie Behandlung angewandt. Bei großen oder komplizierten Blutschwämmchen werden diese mittels Kälte- oder Lasertherapie behandelt. Vor allem dann, wenn sie im Gesicht-, Hals- oder Analbereich auftreten.

Das Kavernom hingegen tritt bereits bei der Geburt auf. Eine Rückbildung in den ersten Lebensjahren liegt bei rund 80 Prozent. Diese Art kann sehr stark bluten, da es sich um Gefäßfehlbildungen handelt. Ebenfalls ist es möglich, dass eine Nekrose auftreten kann. Eine therapeutische Behandlung wird immer vorgenommen, wobei die Lasertherapie in erster Linie angewendet wird. Bei der traubenförmigen bzw. beerenförmigen Art handelt es sich um ein Blutschwämmchen, welches immer im Kopf-, Hals-, Rückenbereich auftritt. Das sklerosierende Hämangiom tritt in der Regel erst bei Erwachsenen auf und ist ein beweglicher, etwa 1 cm großer Knoten. Als Therapie wird die Exzision angewandt.

Hämangiom der Leber

Ein Hämangiom wird auch als Blutschwamm bezeichnet. Es handelt sich bei dem Blutschwamm um einen gutartigen Tumor. Er entsteht durch Neubildungen und Wucherungen von Blutgefäßen. Überall dort, wo Blutgefäße sind, kann sich die Neoplasie als Hämangiom bilden. Diskutiert wird auch, dass die Tumore sich aus versprengtem embryonalen Gewebe entwickeln können. Gehäuft bilden sich Hämangiome vor oder kurz nach der Geburt sichtbar an der Haut. Diese Blutschwämme bilden sich oft nach einigen Jahren wieder zurück. Die Hämangiome können jedoch auch im Inneren des Körpers entstehen. So können sich an den Knochen oder in den inneren Organen, wie Nieren, Lunge und Leber, ebenfalls Blutschwämme bilden.

Kapillares Hämangiom

Diese Art des Hämangioms ist meist angeboren. Es besteht aus den kleinsten Blutgefäßen, den winzigen Kapillaren, die einen sehr geringen Innendurchmesser besitzen. Das kapillare Hämangiom weist meist eine hellrote Farbe auf und tritt zu einem überwiegenden Anteil an den Schleimhäuten oder der Haut im Bereich des Kopfes oder des Halses auf.

Kavernom

Ein kavernöses Hämangiom wird von größeren und weiträumigeren Blutgefäßen gebildet. Diese Art des Blutschwammes ist dunkelrot oder hat eine bläuliche Färbung. Durch die Größe der Blut führenden Gefäße kann ein Kavernom bei Verletzung des Tumors sehr stark bluten.

Innere Hämangiome

Während äußere Hämangiome leicht zu diagnostizieren sind, handelt es sich bei inneren Blutschwämmen oft um einen Zufallsbefund. Gerade ein Hämangiom der Leber wird meist erst durch bildgebende Verfahren wie CT, MRT oder eine Ultraschalluntersuchung gefunden, die wegen einer anderen Erkrankung angeordnet wurden.

Gutartige Lebertumore

Die Blutschwämmchen können als einzelne Erscheinung oder in Gruppen in der Leber auftreten. Sie gehören zu den gutartigen Lebertumoren. In der Regel verursachen die Wucherungen keine Beschwerden, solange sie klein bleiben. Wachsen die Tumore, können sie unspezifische Beschwerden im Oberbauch auslösen. Deshalb ist es sinnvoll, das eventuelle Wachstum der Hämangiome in der Leber nach der Diagnosestellung regelmäßig sonografisch zu überwachen. Die gutartigen Lebertumore treten bei bis zu 20 Prozent der Bevölkerung auf. Meist werden sie im Zeitraum zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr diagnostiziert.

Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Selten kommt es zu einem so signifikanten Wachstum der Lebertumore, dass eine operative Entfernung notwendig wird. Spontane Verletzungen und damit innere Blutungen werden bei Hämangiomen der Leber kaum beobachtet. Nur bei sehr großen, am Außenrand der Leber befindlichen, Tumoren kann es zu spontanen Rupturen kommen. Bei den meisten Patienten, bei denen die gutartigen Tumoren in der Leber festgestellt wurden, genügt die Kontrollbeobachtung. Nur wenn das Blutungsrisiko als zu hoch eingeschätzt wird, muss eine operative Entfernung des Tumorgewebes stattfinden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *